Warum ist ein Hund aggressiv?

Hund aggressiv
Warum ist ein Hund eigentlich aggressiv? Erfahren Sie Hintergründe und Ursachen! (Fotolia)

Wenn man sich mit der Frage beschäftigt, warum ein Hund aggressiv ist, dann trifft man auf ein sehr komplexes Thema.

Denn letzten Endes gibt es – genauso wie bei uns Menschen – in manchen Fällen einfach sehr individuelle Gründe für aggressives Verhalten.

Allerdings lassen sich auch grundsätzliche Erklärungen finden. Manchmal spielen die Erziehung, eine unklare Rangordnung, die Erfahrung des Hundes oder einfach eine genetische Veranlagung eine Rolle.

Sieht man als Hundehalter gar keinen Ausweg mehr, so sollte man das unter Umständen mit einem Hundepsychologen besprechen.

Es ist aber nicht so, dass ein Hund von Natur aus aggressiv ist.

Angst und Bedrohung können Hund aggressiv machen

Ein wichtiger Punkt, um die Aggression des Hundes zu verstehen: Zunächst einmal sollte man sich vor Augen halten, dass Aggression in manchen Situationen sogar notwendig ist. Im extremen Fall wird sie sogar überlebensnotwendig. Sie ist eng mit Angst und mit Bedrohung verknüpft. Das bedeutet auch, dass in einer Situation Angst und Aggression zusammenspielen können.

Dazu passt, dass Experten ausgemacht haben, dass die dominanten Hunde weniger raufen und die Zähne fletschen als unsichere und ängstliche Tiere. Diese stehen schneller unter Stress und die Aggression ist dann ein Weg mit diesem Stress umzugehen.

Lies in dem Zusammenhang auch:
Mein Hund hat Angst – Was tun?

Mögliche Gründe, warum ein Hund aggressiv ist

Die Leinenaggression

Leider kommt es immer wieder vor, dass gerade Hunde an der Leine aggressiv werden. Das hat einfache Gründe: Der Hund wird bei Gassi gehen an der Leine gehalten und das noch möglichst kurz, wenn ein anderer Hund auftaucht. Knurrt das Tier dann, beruhigt man es, streichelt es vielleicht noch. Und es kommt zu einer fatalen Fehlinterpretation: Der Hund meint, er wird für sein Knurren, also sein aggressiveres Verhalten gelobt.

Ein weiteres Problem an der Leine ist, dass sich der Hund dort nicht natürlich verhalten kann. Er kann nicht weglaufen, kann nicht erstarren und kann sich nicht auf vorsichtige, vielleicht spielerische Weise dem Gegenüber nähern und ihn beschnuppern. Die einzige Lösung, die dann noch bleibt, ist die Aggression.

Der Jagdtrieb kommt durch

Hunde haben grundsätzlich einen Jagdtrieb in sich, die einen mehr, die anderen weniger. Kommt dieser Jagdtrieb durch, so kann das durchaus für aggressives Verhalten sorgen.

Der Spieltrieb kommt durch

Aggression in Verbindung mit dem Spielen tritt gerade im Welpenalter des Öfteren auf. Stachelt man das als Hundehalter noch zusätzlich an, so kann ein Problem daraus entstehen, das sich dann auch beim erwachsenen Hund zeigt.

Der Hund ist krank und hat Schmerzen

Ein Hund kann auch dann aggressiv werden, wenn er ernsthaft organisch krank ist. Schmerzen dienen als Auslöser für Aggression. Das fängt schon damit an, dass der Hund knurrt oder schnappt, wenn man ihn an einer schmerzhaften Stelle berührt.

Der Hund ist wütend

Wurde der Hund durch etwas in Rage gebracht und ist wütend oder auch über etwas frustriert, so kann das ebenfalls in ein aggressives Verhalten münden.

Der Hund hat Angst und wird deshalb aggressiv

Wenn der Hund Angst vor etwas bekommt, so kann die Aggression eine Form sein, mit der das Tier dieser Gefahr begegnet. Manchmal ist dies auch nur der zweite Schritt, nachdem der Hund auf andere Weise sein Ziel nicht erreicht hat (zum Beispiel weil er nicht davonlaufen oder sich mit der Gefahr „anfreunden“ konnte). Schlägt sein defensives Verteidigungsverhalten fehl, dann kommt es gerne zum offensiven Verteidigungsverhalten, sprich einem Angriff.

Der Angriff als Reaktion auf Bedrohung

Das Ziel des Angriffs ist klar: Es geht darum, die Gefahr in die Flucht zu schlagen (sie also zu verjagen). Funktioniert das nicht, dann kommen wir zum Punkt Überleben: Stellt die Gefahr ein anderes Tier oder auch einen Menschen dar, so könnte das Verletzen oder im schlimmsten Fall sogar Töten des Gegenübers ein Ziel sein. Zum Äußersten kommt es zum Glück bei unseren Hunden extrem selten.

Für das Verhalten in solchen Situation spielen Faktoren wie die Hundeerziehung, die Erfahrungen des Tiers oder aber auch der eigene Fitnesszustand und damit die Erfolgsaussichten eine Rolle. Sprich: Ein altersschwacher Hund wird sich kaum auf einen Kampf einlassen.

Was steckt dahinter, wenn der Hund aggressiv ist?

Ist ein Hund aggressiv, dann stellt sich die Frage, was tatsächlich dahinter steckt. Manchmal ist es für den Hundehalter ersichtlich. Manchmal aber auch nicht, weil man die Bedrohung, die der der Hund wahrnimmt, selbst nicht als solche sieht. Da lohnt es sich also genauer hinzuschauen.

Wichtig is zu verstehen, dass der Hund in den meisten Fällen ängstlich oder wütend ist und eine Bedrohung wahrnimmt, wenn er Aggression an den Tag legt. Hat man diese Situationen als Hundehalter erkannt, sollte man daran arbeiten. Das bedeutet vor allem, dass man sie möglichst vermeidet oder das Tier schrittweise daran heranführt.

Wird die Aggression des Hundes zu einem großen und scheinbar unlösbaren Problem, so sollte man einen Experten hinzuziehen. Dafür gibt es Hundepsychologen, die gemeinsam mit dem Hundehalter an den Ursachen arbeiten.

Die Haftpflichtversicherung für den Hund

Wenn der eigene Hund aggressiv ist, so sollte man unbedingt an eine Haftpflichtversicherung für den eigenen Vierbeiner denken. Damit sind mögliche Schäden, die durch das aggressive Verhalten entstehen, gedeckt und man muss keine Angst vor den finanziellen Konsequenzen haben, falls der Hund tatsächlich einmal aus seiner Aggression heraus zubeißen sollte.

Mehr dazu:
Warum die Tierhalterhaftpflicht für den Hund ein Muss ist
Online-Versicherungsvergleich zur Hundhaftpflicht

 

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